Jetzt ist die beste Zeit, um …

…loszuschreiben 🙂

Und damit kommen wir auch sofort zu den 3 großen W´s im Leben – Warum, Wer, Wo!

Warum will ich das hier? Beste Antwort ist natürlich, weil ich´s kann. Oder besser gesagt, weil ich das will und zwar schon ein ganzes paar Monate und Jahre. Wahrscheinlich wurde es mir bereits mit meinem Nachnamen in die Wiege gelegt und ich habe mich intuitiv immer daran orientiert. Ob in der Schule nach dem Motto, wer schreibt der bleibt… quasi punktuelles Nichtwissen mit überlangen Schachtelsätzen zu kaschieren.

Oder als mir einmal von meiner Heike gesagt wurde, ich hätte eine schwierige Handschrift – schwierig hat sie bestimmt gesagt, weil sie mich mag und sie allgemein eine sehr zurückhaltende Person ist, die es vermeidet, Dinge zu sagen, die jemanden anderen verletzten können….in diesem Zusammenhang möchte ich dafür Danke sagen, da es auch in unserer Freundschaft Momente gab, in denen ich ihr bis heute dankbar genau für das bin – Fühl dich hiermit umarmt, Heike ❤️

Doch jetzt zu meiner schwierigen Handschrift-Situation – als sie mir das sagte, war ich völlig geplättet, da ich bis dato immer gedacht habe, ich habe ein schönes, geschwungenes, gut leserliches, elegant auffallendes Schriftbild. In meinem Universum kam diesbezügliche Kritik gar nicht vor….auch bis heute fällt es mir schwer, es zu glauben. Doch wenn ich jetzt ab und an meine Schüler in der Schule sehe, wenn ich etwas an die Tafel schreibe, könnte eventuell etwas dran sein, dass meine Schrift jetzt nicht so zu den leserlichsten gehört – aber ich liebe ja auch Powerpoint 🙂

Sei´s drum, mich hält es sowieso nicht ab…ich möchte gerne diesen Blog haben, füllen und leben, weil ab und zu in meinem Kopf soviele Worte, Sätze, Bilder sind, die es wert sind, aufgeschrieben, gezeigt, beschrieben und festgehalten zu werden – ein klein wenig Eigentherapie ist wahrscheinlich auch dabei, aber das zu stehe ich – ich bleib jetzt so, wie ich bin und das ist quasi das ehrlichste und beste, was ich mir im Leben selbst schenken kann. In diesem Sinne, ist dies mein WARUM!

Wer bin ich nun? Im großen und ganzen recht normal, denke ich. Mein Name ist Madlen, ohne Schnörkel – so ganz einfach, ich war meinen Eltern nie böse, mir gefällt er und er passt zu mir. Gern nenne ich mich selbst Madl und mittlerweile machen das auch der größte Teil der anderen Menschen. Darüber bin ich sehr glücklich, da ich nicht gerne Madi/Maddy genannt werde, das erinnert mich immer an unangenehme Ereignisse in der Kriminalgeschichte und ich habe immer sofort das Gefühl, als Kind gesehen zu werden – Spleen.

Ich bin sowieso kein Fan von Kosenamen, meine Katze zum Beispiel heißt sehr einfallsreich Paula, hat aber je nach Stimmung sowie meiner und ihrer Tagesform den Namen Madame, Fräulein Schnürschuh und mittlerweile schon recht eingebürgert Ursula. Aber ihr ist das egal, denn erstens ist sie 19 Jahre alt, Hören und Sehen gehören da nicht mehr zu den Paradedisziplinen und zweitens habe ich die Kraft, den Katzenschrank (den es wirklich in unserer Küche gibt) zu öffnen – also wir kommen beide gut klar miteinander.

In meinem realen Leben habe ich eine Buchhandlung, eine kreative, was in diesen Zeiten wie jetzt eine gute Idee ist, da ich alles unterbringen kann, was die Kundschaft gern möchte und mein Sortiment seit Anfang 2020 sich stets wandelt, erweitert und mehr wird. Wir sind ein kleines, feines Team aus 3+1 Leute, die für meine Begriffe (bitte verbessert mich Sophie, Jens und Daniela) das letzte Jahr, das Verrückte – ihr wisst schon – sehr gut gemeistert und werden es auch zukünftig zusammen wuppen – Danke ❤️

Ich bin nicht ganz allein auf die Idee gekommen, eine Buchhandlung zu gründen, denn es ist ein Familienunternehmen, gegründet durch meine Eltern, die zur Wende so mutig waren und dieses Unternehmen aus der Taufe gehoben haben. Sie haben es die letzten Jahre durch alle Höhen und Tiefen gebracht und seit Anfang 2020 bin ich dafür verantwortlich. Hier auch nochmal Danke für dieses sehr gut und mit Herzblut vorbereitete Erbe ❤️

Der Zeitpunkt war genau richtig, um gezeigt zu bekommen, was ein Virus aus meinen sorgfältig geschäftlichen, finanziellen und privaten Plänen machen kann. Ein gewisser Galgenhumor sei mir an dieser Stelle gestattet…Aber auch, wenn es ein Jahr zum Vergessen war, es war dennoch ein Gutes – hatte ich schon gesagt, dass ich nicht gern jammere?!

Außerdem wäre ich in normalen Zeiten, schon aus Zeitgründen, nicht auf die Idee gekommen, heute und hier und jetzt einen Blog online zu stellen…es ist viel passiert, es passiert gerade wenig und dennoch bin ich meist sehr zuversichtlich – nur in den ganz dunklen Nächten sitzt dann das Monsterchen Angst mit bei mir am Bett und stört meine Träume einer strahlenden Zukunft!

Was ich in jedem Fall bin, ist dankbar, für viele Sachen, ganz vorn dran ist die Tatsache, dass ich und alle um mich herum gesund sind – das ist keine Phrase, denn es ist nicht selbstverständlich! Leider…

Doch nun weiter zu mir, in meinem Leben 2.0 bin ich Dozentin / Lehrerin, was auch immer, für BWL, Marketing, Recht und den ganz grundständigen Belangen wie ein Hauptschulabschluss (D/M/Eng/Bio/Ph….) – ich mache das aus Passion, weil es mir Spaß macht und ich wahrscheinlich ein ganz kleines bisschen ein Rampensau-Gen in mir habe 🙂 Nichtsdestotrotz, obwohl ich das noch nicht so lang tu, tu ich es gern, lerne selbst immer weiter und möchte es nicht mehr missen, vor einer Klasse zu stehen.

Wenn mich jemand fragt, wie würdest du dich beschreiben, dann würde ich antworten ´Na Madl` – für mich zumindest ist damit alles gesagt…Hätten wir nun auch das WER!

Wo findet das, was ihr gerade lest, statt? Topographisch gesehen, in Sachsen in der Großgemeinde Weinböhla, irgendwie in der Mitte zwischen Dresden und Meißen. Gefühlt ist es mein Heimatort, in dem ich wieder seit nunmehr 13 Jahren und ein paar Tagen wohne. Der Plan war es nicht, zurück und so, doch heute bin ich glücklich, hier zu wohnen mit allem um mich herum – es ist ein guter Ort zum Leben. Auch wenn ich an der Hauptstraße wohne und mir wochentags wünsche, meinen eigenen Schülerlotsen auf dem Weg über die Straße zu haben oder gern einen riesigen Garten haben würde… so einen, der immer toll aussieht, obwohl man keinen grünen Daumen hat. Oder das es manchmal Dienstagabend so still ist, dass man sich wünscht, es würde irgendwas passieren, egal was, Hauptsache es passiert was.

Es liegt aber vielleicht auch gerade an dieser Zeit, wir haben Januar 2021 und Lockdown – mein Laden ist schon seit 3 Wochen zu und es kommen wohl noch mal ein paar Tage dazu…Hätte mir jemand das Anfang 2020 prophezeit, ich hätte ihn für verrückt erklärt. Doch so ist es nun und ich bin ein geborener Zweckoptimist und liebe die Vorwärtsplanung, d.h. ich versuche jetzt alles das zu tun, wozu ich nie gekommen bin oder schlichtweg keine Lust hatte. Die Wohnung ist nach meinen Hygienemaßstäben ein klinischer Raum, das Badezimmer bekommt gerade einen neuen Anstrich like eines Hotelbadezimmers im schönen toskanischen San Gimignano und der Laden hat ein räumliches, konzeptionelles und farblich passendes Update bekommen. Bei dem ganzen Stress versuche ich mindestens einmal am Tag an die frische Luft zu gehen, sei es nur in den Edeka und versuche vor 17 Uhr keine Weinschorle zu trinken, was zugegebenermaßen nicht immer ganz gelingt – aber sei es drum, es kommen auch wieder andere Zeiten!

Das Haus, in dem ich lebe, ist groß, gelb und hat eine Menge grüner Fenster – falls ihr also mal in Weinböhla seid und ein solches Haus auf der Hauptstraße mit einem Türmchen seht, hupt einfach… Es beinhaltet alles, was mein Leben momentan und den größten Teil meines Tuns ausmacht. Zum einen natürlich meine sensationelle 2 Etagen-Nebengebäude-Wohnung mit Dielung im Bad und Sommerküche und Hühnerstall im überschaubaren Bauerngarten.

Dann mein Büro, welches ich für alle Dinge nutze, die offiziellen Charakter haben – dazu gehört dieser Beitrag zum Beispiel nicht, denn schreibe ich im Bett 🙂 Aber so etwas wie Buchhaltung mache ich in meinem Büro sehr gern (Ironie off).

Und zum anderen selbstverständlich mein Laden, der für mich so natürlich auf der einen Seite immer präsent ist, doch auf der anderen Seite auch immer erreichbar ist. Fluch und Segen, doch gerade in dieser verrückten Zeit eher praktikabel, so kann ich mit der Kundschaft schon mal fix einen Ladenrundgang per Handy machen, um das perfekte Geschenk für eine 6-jährigen Jungen auszusuchen. Momentan sehe ich nur Vorteile!

Dann gibt es über einen sehr naturbelassenen Hof, eine tolle Scheune, von der ich träume, dass ich dort irgendwann einmal ein Schwimmbad haben werde – auch gerade in dieser Zeit wäre das unbezahlbar. Zumal ich in den letzten Monaten mir das Schwimmengehen beigebracht habe, heißt, einmal bis zweimal in der Woche meine Bahnen im Schwimmbecken ziehen, dabei den Kopf auszuschalten und monoton vor mich hin zu paddeln. Sollten es sich Gespräche mit anderen Schwimmbadbesuchern anbieten, würde ich diejenigen sowieso nicht erkennen, da ich beim Schwimmern verständlicherweise keine Brille trage und ich ein kleines bis mittleres Sehhindernis habe…manchmal bin ich auch gern ganz still:-)

Das W-Fazit des Ganzen:

Warum, Wer und Wo ist kurz gesagt Wollen, Madl, Weinböhla und zu allem anderen kommen wir dann später!

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