Ein grau-weißer Sonntag im Januar ist kein Grund zum Traurigsein, mein Liebling!

Das war heute der erste Gedanke, der mir durch den Kopf gegangen ist, als ich sah, welches Wetter sich die Welt heute ausgesucht hat. Ich stehe ja nicht so auf halbe Sachen, weder beim Wetter noch bei anderen Dingen. Mir ist ein gewisses GanzOderGarnicht immer schon liebsten gewesen, als irgendetwas dazwischen. Dass das natürlich nicht immer geht und das ich als typische Frau dafür auch nicht unbedingt die förderlichsten Wesensanlagen in die Wiege gelegt bekommen habe, ist mir natürlich klar. Das ich dazu noch vom Sternzeichen Waage bin, machts vielleicht auch nicht besser, Entscheidungen brauchen bei mir immer mal wieder bissl länger.

Aber jetzt kommt das Aber…für mich ist Glück, Glücklichsein, Freude und Genuss eine Entscheidung, die ich jeden Tag auf das Neue treffen kann. Kann, nicht müssen – denn wir uns zu etwas zwingen müssen, ist der halbe Krieg gegen die eigenen kleinen Geister schon zur Hälfte verloren. Es hat eine Zeit gedauert, bis ich es überhaupt begriffen habe, dass ich es selbst in der Hand habe und entscheiden kann, wie ich mich durch mein Leben bewege. Und zu gute kommt mir, dass ich ein Optimist bin, nicht nur einer, der das sagt, weil es jetzt ja überall so sein muss, sondern weil ich es wirklich bin. Für mich ist ein Glas nie halb leer, sondern stets halbvoll, 10 € im Porte­mon­naie genug zum Dasein und nicht kurz vorm finanziellen Ruin…

Die liebsten Tage sind mir die, an denen ich mich fühle, als hätte die Welt nur auf mich gewartet und ich ein Leichtigkeitsgefühl wie nach einem Tag am Strand habe, so ein Tag, der noch am Abend nach Sand, Salz, Sonnencreme und kleines Glück duftet. Ich brauche bestimmt niemanden erzählen, dass es auch bei mir keine Sorgennächte, Sorgentage und Sorgenwochen gibt, es würde mir sowieso niemanden glauben. Was mir aber in solchen Zeiten sehr hilft ist mein Vertrauen, zu mir, zu dem was ich kann und zu so einem Ding wie Schicksal. Das heißt nicht, dass ich an eine höhere Macht glaube, im Gegenteil, ich bin gern mein eigene Macht…doch alles, was ich an Wehtuendem oder gar Negativem in meinem Leben erfahre, bringt mich in irgendeiner Art weiter und wenn es nur dazu dient, herauszufinden, was ich nicht mehr will.

Doch was hat das jetzt alles mit einem grau-weißem Januarsonntag wie heute zu tun – im Grunde nichts…doch auch irgendwie wieder alles. Ich habe heute früh überlegt, was macht man mit so einem Tag, der eigentlich nicht dafür gemacht ist, eine Aura von einem Strandtag, der nach Glück und Meer riecht, zu haben. Als erstes habe ich mir erst einmal einen Plan gemacht, ja Madl macht gerne Pläne, ab und an recht planlos, aber immer mit den besten Absichten für mich und meinen Mitmenschen…also auf dem Plan stand heute erst einmal, mir selbst Momente zu gestalten, in denen ich ein gutes Gefühl habe, in denen ich meine Gedanken schweifen lasse und vor mich hin sinniere. Raus kommt dabei meistens nichts effektives, aber sei es drum..

Ganz oben stand daher erst einmal einen Kuchen zu backen, ich gebe zu, der größte Kuchenesser bin ich nicht, ich mag lieber was mit Schokolade – Torte zum Beispiel:-) Doch ich mag es zu backen, also backe ich nicht um den Kuchen willens, sondern um des Backens willen. Also gab es einen Apfel-Haferflocken-Kuchen, nur ohne Haferflocken, die hab ich irgendwie vergessen … doch beim Rühren des Teiges konnte ich schon mal einen der Momente zum Gedankenfreilassen einbauen – erstes Ziel erreicht.

Der zweite Plangedanke war, einen Beitrag über eines der Bücher zu schreiben, welches ich gerade lese. Ich versuchte also, mich für eins der Bücher, die ich gerade toll finde zu entscheiden und was soll ich sagen, ich konnte es nicht – Ende der Geschichte war dann, dass ich vor meinen Bücherschätzen saß und mich einfach nicht entscheiden konnte – soviel zu meiner Vorliebe für GanzOderGarnicht…

Zur Zeit liebe ich gerade die Bücher des großartigen Grégoire Delacourt, einem Franzosen, der vielleicht ja sogar wirklich Frauen versteht. Ich habe selten anhand eines einfachen Klappentextes, sofort beschlossen, dass das mein derzeitiger Lieblingsschriftsteller werden soll, ob er will oder nicht. Bei solchen Titeln wie zum Beispiel „Das Leuchten in mir“ oder „Die vier Jahreszeiten des Sommers“ bin ich schon verliebt, da hab ich noch nicht mal ins Buch geschaut. Ich gebe zu, in dieser Beziehung könnte man mich oberflächlich nennen, ist das Buch gut betitelt, kommt es dementsprechend daher und drückt damit einen Knopf bei mir, wo auch immer er sich befindet :-), dann nehme ich es in 9 von 10 Fällen mit nach Hause.

Aber gerade diese Zeit heute des Nichtentscheidenkönnens waren ein solcher Madl-Moment des Gedankenschweifens und das war ja heute der Plan – das heißt also, auch wenn nicht wie geplant, habe ich auch dort ein zweites Ziel erreicht…

Gab es heute auch noch ein weiteres Ziel, welches ich heute erreicht habe – ich für meinen Teil würde definitiv ja sagen, denn ich habe heute die Nachmittagsstunden mit meiner Lieblingszaubermaus verbracht – 6 Monate alt, die Neugier und Unbekümmertheit in kleinster Person…singend durch die geschlossene Buchhandlung tänzelnd, um einem kleinen Wesen, Momente der Freude zu bescheren – ich finde, dass war heute ein gutes drittes Ziel!

Und nun…sitze ich am Rechner und schreibe -auch das ist eines dieser Momente, die ich an so einem grau-weißem Januarsonntag brauche, solche ohne Reden, nur meine Gedanken, niemand der mich etwas fragt und dann vielleicht sogar noch eine Antwort darauf will…meine Katze Paula neben mir, die sich jetzt gerade genauso wohlfühlt wie ich (erkenn ich am Schnurren!). Musik, die mir gut tut und das Gefühl, etwas zu tun, was ich genauso auch an irgendeinem anderen Sonntag am Strand in der Sonne mit dem Rauschen, den Menschengeräuschen und dem Flirren des Sommers tun kann – heißt einer meiner Madl-Moment und damit habe ich heute auch mein Viertes Ziel erreicht!

Doch gab es heute auch noch viele kleine Ziele, die ich erreicht habe, doch die sind nur in meinem Kopf und haben mit guten Gedanken, viel Mut, einer gewissen Zufriedenheit sowie Verblüfftheit und absoluter Lebensfreude zu tun…

Denn das Leben beginnt dort, wo die Zeit egal ist, also vergeuden wir sie nicht!

Eine schöne Zeit 💙

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