Vom Gehen, vom Lassen und vom Wiederkommen…ein HappyEnd

Es war lange Stille auf diesem Blog, doch wenn meine Kreativität schweigt, schweige auch ich….und dennoch sitze ich heute am Schreibtisch und fühle mich gerade, als wäre ich wieder bereit für neue Schreibabenteuer 🙂

Fest steht, Loslassen gehörte schon immer nicht zu meinen Paradedisziplinen, doch diesmal war es noch viel schwerer – nicht nur jemanden (ich bezeichne es als jemanden, nicht als irgendetwas, da ich leider mit dem Umstand Tier=Sache in meinem ganzen Leben nichts anfangen werde können) gehen zu lassen, sondern in diesem Atemzug vor Augen geführt bekomme, dass die eigene Jugend lang her ist, viele Jahre vergangen und ich trotzdem immer noch überrascht vom Leben bin…egal ob positiv oder wie in diesem Fall vom traurigem…

Im Nachhinein hoffe ich, dass es nie aufhört, überraschend zu sein…denn, wenn ich eines in den letzten Wochen gelernt habe, das Leben ist ein Fluss – obwohl mir das Lieblingssophie schon immer erzählt hat – doch ich jetzt erst wahrscheinlich begreife…Sophie, der Punkt geht an dich – Kuss ❤️

Es ist der 1.Juli diesen Jahres und ich bin traurig, da der Tag der Tage gekommen ist und ich bin nicht nur traurig, dass sie nicht mehr bei mir sein wird, sondern auch, dass ein Weg zu Ende ist – ein Weg, der gefühlt nie zu Ende gehen sollte und durfte, obwohl man wusste, irgendwann ist es soweit…doch Selbstverarsche finde ich in den richtigen Momenten eigentlich völlig angebracht! Spaß beiseite!

Denn ein gleichzeitiges Gefühl des Altwerdens beschlich mich, 20 Jahre…die Jugend ist vorbei? die Messen der 1000 Möglichkeiten gesungen? Das Selbstverständlichkeiten doch keine Selbstverständlichkeiten sind? alles endlich ist oder gehenlassen immer was mit Liebe zu tun hat? Während ich gerade diese Sätze schreibe, kommt im Radio erst Clueso mit „Wenn du liebst…“ und dann „Keine ist wie du“ von Gregor Meyle – verdammt, die wissen da, was ich gerade denke- spooky!

Aber dieser Radiomusikmann da gerade hat recht, denn das ist mein Thema hier an diesem Samstagspätnachmittag an meinem Schreibtisch…

Und was soll ich sagen, ja, die Jugend ist vorbei, der 1.Juli vorbei und ich habe gelernt, dass man sich und anderen alles sagen und versprechen kann, doch zum Schluss doch nur letztendlich das tut, was einen glücklich werden lässt…Ich nenne es einfach mal ganz banal Schicksal!

So und damit zurück zum eigentlichen Thema – die schönste Katze der Welt Paula ist nun nicht mehr hier, sondern dort, wo es ist, wie sie es gemocht hat – sonnig, warm und freundlich ruhig. Ja, ich gebe zu, es war keine einfacher Abschiedstag, doch ich weiß, es war richtig und gut so – danke in diesem Zusammenhang nochmal an meine Lieblingsmenschen in diesen Tagen, für alles, Zuhören, Abwägen, Dienste übernehmen und Dabeisein 🖤

Auch gebe ich zu, dass die ersten Tage einsam waren, vielleicht kennt der eine oder andere es, wenn man jemanden immerzu sieht, ja nicht nur vor dem inneren Auge, sondern richtig. Wie viele schwarz-weiße Katzen mir in diesen Tagen über den Weg gelaufen sind, wie oft ich den Namen Paula gehört habe oder es andere Triggerpunkte gab, ich weiß es nicht mehr… wie oft ich gesagt habe, nie wieder eine Katze, ich weiß es nicht mehr- was ich aber weiß, das Rad des Leben dreht sich einfach weiter, als ob es nix Schlimmes gäbe, an Trauer stirbt man nicht, Zeit heilt alle Wunden, es tut nur beim ersten Mal weh oder was weiß ich denn noch – zum Schluss läuft alles auf dasselbe hinaus…

Freitagabend, Mitte August und ich stehe in der Küche und denke nach…Über was, weiß ich jetzt nicht mehr genau, doch ich denke ja prinzipiell mit Weißwein am liebsten und am besten. Also, wie ich so vor mich hin denke, was mir fehlt, was gerade jetzt fehlt, ist der Gedanke da. Und schon in diesem Moment hätte ich wissen sollen, es gibt kein Zurück…doch da sind wir wieder bei dem Thema Selbstverarsche – das ist keine Einbahnstraße. die funktioniert nämlich in alle Richtungen…

Wie auch immer, könnte sicher auch das weitere Glas Weißwein eine Rolle gespielt habe – ich mache mir Gedanken-natürlich erst einmal ganz hypothetisch, selbstverständlich wird es nie dazu kommen…Egal, ich überlege mir, wie denn meine schönste Katze der Welt ersetzbar wäre und mein Schluss, wen verwundert es, erst einmal gar nicht. Da es aber keine Lösung für mein Einsamkeitsgefühl in diesem Moment ist, habe ich weiter nachgedacht, ich nehme an bei einem weiteren Glas Weißwein 🙂 Und was kam raus, wenn denn, wenn es überhaupt jemals dazu kommen sollte – dann nur das komplette Gegenteil von ihr und das einzige, was relativ schnell feststand war, dass es ein älteres Semester, ein Kater und aus dem Tierheim sein soll. Einen Typen, den Paula in ihren Glanzzeiten in die Scheune mitgenommen hätte – genauso einen!!! Naja und dann kam eines zum anderen, ich googelte und gab Kater-Tierheim ein (den Umkreis macht ja diese gespenstisch intelligente Suchmaschine selbst) und es kam heraus ein Bild des Katers, der gerade leise schnarchend hinter mir auf dem Stuhl schlummert….

Doch von Anfang an: Der erste Blick, der erste Gedanke ist immer der Schönste – wie auch hier. Kurz darauf ist mir alles eingefallen, was dagegen spricht…du willst ja noch die Küche vorrichten, dass du alle neu anschaffen musst, du wolltest doch nicht mehr und all die anderen sinnvollen, überzeugenden, gut gemeinten Gedanken der menschlichen Psyche! So auch bei mir, ich habe mit einem leisem Bedauern diesen Gedanken ad acta gelegt…Nur eben nicht für lange, wie sich zeigen sollte!

Neben meiner Begeisterung für Katzen bin ich ja auch eine große Anhängerin von Lesestoff. so dass ich schon aus Prinzip in jeder Bibliothek in der Gegend angemeldet bin – nicht, dass ich dort immer eine große Anzahl Bücher nach Hause schleppen würde – nein, die Bücher, die ich lesen möchte, kaufe ich mir prinzipiell und sie landen entweder für immer bei mir oder in unserem offenen Bücherschrank im Geschäft…Ich gehe in Bibliotheken wegen der Inspiration, dem Erlebnis, der Vielzahl an Lesenswertem und weniger Lesenswertem, doch immer umgeben von so einer speziellen, erhabenen, prickelnden Aura – so nach dem Motto, lies mich, ich bin´s…wie auch immer, überall in der Gegend, nur nicht bei den Städtischen Bibliotheken Dresden, dass hat immer irgendwie nicht geklappt. Da ich aber nach der langen Zeit des kulturellen Durstes und in Vorbereitung eines Treffens, wo es um gemeinsame Kulturbesuche mit meiner ❤️Heike ging und es dort Flyer usw. geben würde, zumal ansässig noch im Kulturpalast, musste ich dort hin. Erster freier Nachmittag Ende August, tat ich dann genau das!

Und was soll ich es weiter spannend machen – es gibt da so Banner (elektronische) von städtischen Dresdner Einrichtungen, u.a. dem Tierheim, die zeigen, was sie können und haben…unter anderem eben den jetzt für mich schönsten Kater der Welt – Hugo, rot, 6 Jahre, etwas schwerer, immer leise schnarchend, angeblich kein Schmusekater, manchmal ein Ziegenbock, mit Charakter, Charisma und Charme – also perfekt für mich.. Und so wie ich das schreibe, steht er vor mir und maunzt mich vorwurfsvoll an, denn eigentlich ist 18 Uhr Abendbrotzeit, zumindest in seiner Welt – Paula hätte ihn gemocht 🖤

Und in diesem Wissen steh ich jeden Morgen auf, dass ich nicht nur die schönste Katze der Welt kannte, sondern das ich auch den schönsten Kater der Welt kenne! Das Leben ist a great Rollercoaster 🖤❤️

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