Bitte bleiben Sie gelassen: Eine Kreuzfahrt zu den Inseln der Freude

Wenn du denkst, du weißt endlich, wie es geht und du hast den einen wahren Plan – dann weiß ich, denkste, vergiss es Pustekuchen 😬

So erging es mir in den letzten Monaten. Im Januar 2021 noch glücklich über den EndlichOnlineBlog – die Idee hierfür gab es schon sehr lang in meinem Kopf, dann in kürzester Zeit Realität werden lassen, um zu guter Letzt Mitte Mai festzustellen, dass die erwartete sprudelnde Phantasie was Posts, Bilder und Geschichten angeht, einfach nicht durchzuhalten war – für mich zumindest nicht. Ich war nicht einmal in der Lage, mir eine gescheite Story in den sozialen Medien auszudenken…es beschlich mich stets das Gefühl, alles was ich veröffentliche, ist dasselbe, ewiggleich, langweilig und sinnlos – ich war also am Arsch, was meine enthusiastische Idee dieses Blogs anging….Egal wie ich es drehte und wendete, es ging nix vorwärts, wirklich aber auch garnix!

Dazu muss man über mich wissen, dass ich immer so ein Weilchen brauche, um zu begreifen, dass ich ein Problemchen haben könnte – so auch natürlich auch in diesem Fall…Klar wurde es mir erst, als ich Mitte Oktober über einem Beitrag saß, thematisch war ich echt begeistert, aber dennoch fand ich keine Worte… quasi sprachlos … Es war als sagte das Universum, da wollen wir doch mal sehen, ob du das hier alles so ernst gemeint hast – Was also tun?

Erste Option, mehr anstrengen, mehr tun – Nun ja, jeder, der weiß was Kreativität ist, weiß auch, dass Anstrengung jedweder Art diesbezüglich nur ein Desaster werden kann – Druck und Einfallsreichtum sind zwei Dinge die sich gegenseitig ausschließen – zwanghaft originell sein zu wollen, ist wie ein weinender Clown, einfach paradox!

Zweite Option, alles sein lassen und aufgeben – Auch das stand bei mir zur Debatte, dieses Gefühl des Aufgeben einer Sache, die ich wirklich gern tu, war aber noch schlimmer, als wenn ich einfach weiterhin unbefriedigendkomische Beiträge, Stories und Fotos mache!

Also Option Drei, aushalten und hoffen – Es war leichter gesagt, als getan, ich bin im Aushalten ganz ganz schlecht… Viel Alltagstrubel schaffte es zwar, mich immer wieder von meinem Problemchen abzulenken, doch die kleine nörgelnde Stimme in meinem Kopf war nicht still zu kriegen! Also stand ich nutzlos rum und vertraute irgendwie der Beständigkeit des Wandels und wünschte mir gewaltige Zeichen, die mir doch endlich den einen richtigen Weg zeigen mögen!

Szenenwechsel: Gespräch am nebligen Sonntagvormittag im November über die großen und kleinen Unwegsamkeiten unserer Vergangenheit-Gegenwart-Zukunft und einen halbwegs vernünftigen erwachsenen (😜) Umgang damit und bäähäm aus dem Nichts EIN Zeichen – ein Satz, so banal wie normal, doch mit einer für mich unvergleichlichen Tragweite: „Da hab ich mich einfach machen lassen“ (Danke Lieblingsmensch ❤️) – unvorstellbar in meinem selbsterwählten Gedankenkarussell, dass das die Lösung aller meiner Wiegehtsdennjetztnunendlichweiterdamit sein könnte – das hieße ja, ich brauche Geduld und vor allem ein Fünkchen Vertrauen zu mir, dass da wirklich etwas Sinnvolles rauskommen könnte – Verrückt und dennoch so einfach, dass es schon wieder ein Versuch wert sein könnte und ganz ehrlich gesagt, mir fiel auch überhaupt nichts besseres mehr ein… Also habe ich die nächsten Wochen damit zugebracht, mich nämlich einfach machen lassen. Klar plagte mich das schlechte Gewissen schon, aber so what ich hatte ja die perfekte Ausrede…hat ja geholfen, das hab ich nämlich an diesem Sonntagvormittag auch gelernt…

So verging Advent, Weihnachten und der Januar, ohne dass ich mit meinem Blog nur ein Schritt weitergekommen wäre … Bis zu einem Samstagnachmittag Anfang Februar, der mein nutzloses Dasein mit einem Mal beenden sollte – mein Ahaerlebnis, der Moment, an dem es mir wie Schuppen von den Augen fiel, der Nebel sich lichtete, ich mit einem Mal klar sah und ich den Wind der Erkenntnis spürte…Einfach nur wunderbar 😇

Was war passiert? Von außen gesehen, saß ich in meinem Auto, fuhr auf der Autobahn und hörte einen meiner geliebten Podcasts, hier den von Silja Mahlow „Radikal glücklich“ (danke liebe Silja für schon so einige klarheitbringende Geistesfunken 💝) – in dieser besagten Folge ging es darum, der eigenen Freude zu folgen – Aufgabe dazu war, Fragen zu beantworten, die mich diesen Inseln der Freude näherbringen können…Auf die Plätze, fertig, los und mitgemacht – Zeichen 2 war unterwegs zu mir! Um´s kurz zu machen, es entstand eine Idee…erst nur so Ideensplitter, die sich aber in den nächsten Tagen immer mehr ineinander gefügt haben – Tada, Frau Schreiber hat einen Plan 😁

Ich präsentiere:

Mein Herzensblog KreativerLesestoff wird zukünftig also alles das verbinden, was ich in meinem Leben gerne tu und da ich gern ein bisschen strukturverliebt bin, genau in 4 Rubriken. Im Klartext, ich werde zu allem etwas zu sagen haben, was mit meinen großen Inseln der Freude zu tun hat.

Insel EINS – Leben

Kennt jemand das Gefühl, wie wenn man an einem sonnigen Tag durch einen Kiefernwald geht, mit warmen, hellen Sand unter den Füßen, leisem Vogelgezwitscher im Ohr und obwohl man es noch nicht sieht, mit der Ahnung des Meeres hinter der nächsten Düne mit all seinen Blaufärbungen, seiner Verheißung und seinem Duft nach Freiheit….Genauso will ich mich jeden Tag fühlen, egal was ich gerade vorgesetzt kriege – und dazu gehört natürlich auch zu begreifen, dass das Meer vielleicht erst hinter der übernächsten oder überübernächsten Düne ist oder es gerade Ebbe ist oder es stürmt, schüttet oder neblig oder was weiß ich ist – eben alles, nur nicht einfach zu erreichen. Trotzdem dieses warme, sonnige Gefühl der Vorfreude auf alles, was kommt, zu behalten, das habe ich mir in den letzten Jahren immer mehr zur Aufgabe gemacht…Was, wie, womit, wann, wer und warum – darüber schreibe ich hier…

Insel ZWEI – Lernen

In meinem zweiten Leben bin ich ja sehr gern Dozentin der Wirtschaftslehre. Das mache ich aus Leidenschaft und nicht nur, weil ich ein gewissen Hang zum Entertainment hab und Menschen gern auf ihrem Zukunftsweg ein Stück begleite. Nein, auch weil ich der festen Überzeugung bin, dass (Betriebs-)Wirtschaft mehr als Zahlen, Diagramme und anderem langweiligem Gedöns ist und darüber hinaus so viele Facetten hat, die sich auf unser ganzes Leben auswirken, ohne das es wir vielleicht manchmal merken. Ich gehe sogar soweit, Wirtschaft ohne Herz ist nicht möglich und wieso ich diese Theorie mintunter recht leidenschaftlich vertrete – darüber schreibe ich hier…

Insel DREI – Schreiben

Ursprünglich habe ich diesen Blog erstellt, weil ich über Jahre hinweg in einer meiner Schreibtischschubladen Ideen gesammelt habe, die zu Stories werden sollen – während meiner Findungsphase in den letzten Wochen habe ich diese Schublade wieder geöffnet und gesichtet. Herausgekommen ist, dass es jetzt Zeit ist, diese Ideen, Vorstellungen, Phantastereien zu Wort kommen zu lassen und daraus Geschichten, Erzählungen, Stories zu machen…Ich habe festgestellt, das das Thema Genre bei mir keine große Rolle spielt, daher wird es ein buntes Potpourri an Thematiken, Schauplätzen, Entwicklungen und was noch alles, dass wird sich zeigen. In jedem Fall etwas, was mich berührt, in welcher Art auch immer – darüber schreibe ich hier…

Insel VIER – Machen

Auf einige meiner Mitmenschen scheine ich den Eindruck zu machen, dass ich eine sehr strukturierte und rationale Person bin, zumindestens wenn ich manchen Äußerungen Glauben schenken darf…Wenn die wüßten, was manchmal in meinem Kopf los ist und wieviel Chaoskonfetti ich in meinem Leben schütte…vor meinem inneren Auge sehe ich gerade allseits mich bedauerndes Kopfschütteln 😅 Soll heißen, ja, ich bin jemand, der gern etwas tut, dem nicht gern langweilig ist, der gern macht (ich lass mal die Problematik von eventuellen Übersprungshandlungen oder Verdrängungsmechanismen aus dem Spiel…). Soll aber auch heißen, nein, ich bin niemand, der das dann aber auch immer durchzieht, was er angefangen hat, oder dranbleibt oder überhaupt erst einmal anfängt, was er vor hat – die Disziplinierteste bin ich nämlich auch nicht, schon gar nicht , wenn es um mich selbst geht – ein stets bemüht trifft es als Beschreibung dann schon eher! Doch damit ist jetzt Schluß, Machen habe ich diese Rubrik genannt, weil mir Probieren zu lasch klang, zu wenig Verbindlichkeit, zu wenig Forderung – ich möchte einfach den in meinem Kopf wohnenden inneren Schweinehund, der immer wieder mal meine guten Absichten frisst, ein bisschen überlisten und ratet mal – darüber schreibe ich hier…

So, jetzt hab ich es aber rausgelassen – angelegt habe ich das Ganze als Projekt, mein Herzensprojekt für dieses Jahr und ich freue mich auf die nächsten Monate und wenn ich damit noch jemanden zum Lächeln, Augenrollen, Nicken, Nachdenken, Nachmachen, Mitmachen, Kopfschütteln, Schmunzeln oder was ganz anderem … bringe, habe ich für mich erstmal alles richtig gemacht!!!

Und noch ein Wort dazu, ich schreibe diesen Blog liebend gern und nehme die damit eventuell verbundenen Mühen nur zu gern auf mich, aus dem einfachen Grund, weil ich gern schreibe und was gibt es für ein besseres Thema, als darüber zu schreiben, was einen sowieso freut – Inseln der Freude quasi….Das heißt, alle Bilder, Ideen, Geistesblitze, Schöpfungen usw. sind von mir selbst, ohne dass ich daraus irgendeinen Vorteil ziehe oder Verpflichtungen erfülle! Ich tu hier das, was mich freut – und darüber schreibe ich…

Vision ist die Kunst, Unsichtsbares zu sehen…

Jonathan Swift

Visionäre Grüße und bis schon ganz bald sendet euch Madl 😘

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